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  Sehenswürdigkeiten | Kirchen und Klöster
     
  Kirchen und Klöster  
     
 

Kirchen und Klöster sind Orte stiller Einkehr und Refugien auf Zeit für Kunstinteressierte. In der Oberpfalz sind mehr Wallfahrer als andernorts unterwegs, was aber nicht nur mit der Schönheit der Kirchen, sondern mit der gelebten Frömmigkeit der Bevölkerung zu tun hat. Natürlich sind Wallfahrtskirchen in Breitenbrunn, Trautmannshofen, Lengenbach und Freystadt auch so beliebte Besichtigungsobjekte, weil sich beispielsweise die Kunst der Dietzenhofers oder Asams in aller Ruhe bewundern lässt. Kapellen, Wegkreuze und Marterln sind die Begleiter auf dem Weg von einer sakralen Sehenswürdigkeit zu anderen.

 

Kirche Trautmannshofen
 
Berching
"St. Lorenz-Kirche", Wallfahrtskirche Maria-Hilf, in der Vorstadt (Romanischer Kirchenbau aus dem 11.-13. Jh.) mit gotischen Tafelbildern, die die Laurentius-Legende darstellen, die unter Einfluss der Donauschule um 1515 geschaffen wurden.
Stadtpfarrkirche "Maria Himmelfahrt" (Barocker Kirchenbau)
Berching-Plankstetten Die romanische Klosterkirche der "Benediktinerabtei Plankstetten". In Plankstetten haben sich trotz eines barocken Stucküberzuges die ursprünglichen Dimensionen des 1138 geweihten Baues in weiten Teilen erhalten. Den Zugang von der Vorhalle in die eigentliche Kirche ermöglicht ein romanisches Gewändeportal, dessen eingestellte Säulen mit Würfelkapitellen schließen. Diese auf den ersten Blick unscheinbare Form ist trotz ihrer Einfachheit von immenser Bedeutung. Sie bildet einen wesentlichen Bestandteil des Beginns einer eigenständigen mittelalterlichen Kunst, die sich nicht mehr an der Antike orientiert. Das Kloster wurde 1129 gegründet - seit 1992 befindet sich in den Gemäuern eine Schule für Dorferneuerung.
Berg-Gnadenberg:
"Birgittenkloster" (1430 erbaut), eine Ruine in Gnadenberg deren imposante Umfassungsmauer noch zu sehen ist.
Berngau-Wolfsricht:
"Bruder-Klaus-Kapelle"
Breitenbrunn:
Wallfahrtskirche "St. Sebastian" (14. Jh.). Der Ursprung geht in das 14. Jh. zurück. Zahlreiche - bis zu 300 Jahre alte Votivbilder und Hufeisen geheilter Pferde geben Zeugnis von der Heilkraft des Wassers, das am Fuße des Berges, auf dem die Kirche steht, entspringt.
Friedhofskirche "Matar-Dolorosa" (um 1740)
Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt (Barock 12. JH.)
Kapelle "St. Michael" Hochaltar um 1740 und Reste goticher Wandmalerei
Deining-Lengenbach:
Wallfahrtskirche
Kirche fertiggestellt im Rokoko-Stil (1765 erbaut - Mariä Geburt)
Dietfurt a.d.Altmühl:
Barocke Stadtpfarrkirche "St. Ägidius", (12. Jh.), 1732-34 barockisierter Kirchenbau
Frauenkirche (15 Jh.), 1748 barockisiert) sowie ein
Franziskanerkloster Bebauung aus dem 17. Jh. mit Meditationshaus
Dietfurt-Griesstetten:

Wallfahrtskirche "Zu den elenden Heiligen".
Der älteste Wallfahrtsort des Landkreises Neumarkt entstand in Griesstetten. An der inneren Nordseite der Wallfahrtskirche St. Martin befindet sich der Schrein mit den Reliquien der "Drei elenden Heiligen", drei irischen Mönchen, deren Gräber seit der Mitte des 12. Jahrhunderts hier verehrt werden.

Freystadt:

 

Wallfahrtskirche "Mariahilf" mit "Asam-Barock" (18. Jh. erbaut). Zu dieser Kirche ein paar bedeutende Namen: Architekt dieser Kirche war der Münchner Hofbaumeister Giovanni Antonio Viscardi, Stukkateur Pietro Francesco Appiani und zum ersten Mal werden die Brüder Cosmas Damian und Egid Quirin Asam als Helfer ihres Vaters genannt - sie führten die Freskoarbeiten in der Kirche aus.

Freystadt-Möning:
"Nothelferkirche" am Möninger Berg, barocke Bergkirche 18. Jh.
Jährlich findet hier auch das Möninger Bergfest statt.
Hohenfels:
"St. Ulrich-Kirche". Hier sind Gemälde der Gebrüder Asam zu sehen!
Unter der Wallfahrts- und Pfarrkirche entspringt der Forellenbach als Karstquelle. Die Kirche weist eine Reihe von beachtlichen Deckenfresken auf, von denen vor allem das Patroziniumsbild - der hl. Ulrich in der Schlacht auf dem Lechfeld 955 - von besonderer Bedeutung ist.
Lauterhofen-Trautmannshofen:
Wallfahrtskirche "Mariae-Namen", barocker Kirchenbau (1691) mit mittelalterl. Turm und Wehrmauer aus dem 16. Jh.! Eine der ältesten und bedeutendsten Marienwallfahrten der Oberpfalz
Am Sonntag nach "Maria Namen" (Mitte September) strömen Tausende von Besuchern zur "Trauentshofer Kirwa" mit Krammarkt.
Lupburg:
"Barbara-Kirche", Oberpfälzer Friedhof
Wallfahrtskirche "St. Ullrich"
Mühlhausen-Sulzbürg:
Protestantische barocke Schlosskirche "St. Michael" ehem. Schlosskirche, Barock 1723,
Kath. Barockkirche (1758) und jüdischer Friedhof
 
Neumarkt i.d.OPf.:

Wallfahrtskirche "Mariahilf"
Barocker Kirchenbau (1727) auf dem ehem. Weinberg, der u.a. über einen Kreuzweg mit 367 Stufen erreichbar ist.
"Hofkirche" der ehemaligen Residenzstadt (16./18. Jh), Rotmarmortumba für den Pfalzgrafen Otto II. (15./16. Jh.). Eines der wichtigsten Werke spätgotischer Grabplastik in der Oberpfalz. Phantastische Dokumentation einer bis heute rätselhaften Ahnenreihe.

Stadtpfarrkirche "St. Johannes"gotischer Hallenbau (1404-1434)

Parsberg:
"St. Andreas-Kirche" (1444 gegründet und 1926 neu erbaut), mit dem Grabstein von Ritter Haus und Ritter Hans von Parsberg
Pilsach-Dietkirchen:
Rosenfriedhof ausschließlich mit schmiedeeisenen Kreuzen. 1933 vom Pfarrer Johannes Weis angelegt und seither nur mehr mit kunstvol geschmiedeten Grabkreuzen bestückt.
Postbauer-Heng:
"Johanneskirche", "St.-Leonhardkirche" in Pavelsbach, "St.-Elisabeth Kirche", "Jakobuskirche" in Heng, Kapelle Marä Namen in Köstelbach
Pyrbaum:
"St. Georgs-Kirche" (Kirchenbau aus dem 15. Jh.)
Pyrbaum-Seligenporten:
Gotische Klosterkirche im ehem. Zisterzienserkloster (13. Jh. mit ältestem Chorgestühl Deutschlands) . Nachdem die Einrichtung bereits 1556 aufgelöst wurde, ist Seligenporten die einzige bayerische Zisterzienserinnenkirche, die so gut wie unverändert erhalten blieb. Das eigentliche Klostergebäude dient heute als Gast- und Reiterhof.
Seubersdorf-Waldkirchen:
Wallfahrtskirche "St. Peter und Paul-Kirche". An "Peter und Paul" (29. Juni) ziehen Pilger zur Wallfahrtskirche nach Waldkirchen - die Urpfarrei um das Jahr 700 - im Volksmund auch "Petersberg" genannt.
Seubersdorf-Batzhausen:
Wallfahrtskirche "Mariahilf". Am 15. August (Frauentag)  zieht es jährlich Pilger zur Wallfahrtskirche (1755) erbaut.
Velburg:
Wallfahrtskirche "St. Wolfgang" (im 19. Jh. auch als das "oberpfälzische Altötting" bezeichnet. Kunstgeschichtlich verdankt die Kirche ihren Ruhm den drei vollständig erhaltenen Altären aus dem 15. Jh.)
Wallfahrtskirche "Herz Jesu", klassizistische einzige Herz-Jesu-Wallfahrtskirche Bayerns
Velburg-Habsberg:

Wallfahrtskirche Habsberg "Maria Heil der Kranken". Eine  der schönsten Schöpfungen des Rokoko, des Stils in den der Barock Mitte des 18. Jahrhunderts nahtlos übergeht, findet sich in Habsberg, mit 621 m zugleich der höchste Wallfahrtsberg der westlichen Oberpfalz. 1680 hatte der Amtspfleger der Burg Helfenberg zur Heilung seines Gichtleidens eine Kapelle zur Ehre Mariens gestiftet. Aufgrund des Pilgerzustroms erfolgte von 1760 - 1769 der Bau der großen Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung. Wallfahrtskirche, Kapelle und Gnadenbild befinden sich auf dem Wallfahrtsberg. Eine herrliche, weitgehend unversehrte Einheit von Raum und Ausstattung aus dem Rokoko (1769) findet sich hier. Sie gilt als eine der schönsten Rokokokirchen der westlichen Oberpfalz. Der Hochaltar zählt mit zu den bedeutendsten Werken der Altarbaukunst des Rokoko in Ostbayern.
 

Auch protestantische Kirchen in der "katholischen Oberpfalz": Auch "rein protestantische Kirchen" erscheinen in unseren Gebieten. Änderungen im lutherischen Gottesdienst brachte auch Umbauten im Kirchenraum mit sich: Umlaufende Emporen ermöglichen es vielen Personen gleichzeitig am Gottesdienst teilzunehmen. Die Form eines Saales wird bevorzugt, da nach evangelischem Verständnis das Gotteshaus eher ein Versammlungsraum für die Gläubigen ist: "Wo immer Menschen in Gottes Namen versammelt sind, ist er mitten unter ihnen". Das feste Kirchengestühl wird ebenfalls erst nach der Reformation üblich, da zuvor die Heilige Messe stehend gefeiert wurde. Durch die Aufwertung der Predigt erhielt die Kanzel eine größere Gewichtung und so entstanden "Kanzelaltäre", die der gewachsenen Bedeutung des Wortes Rechnung trugen. Beispiele sind in Sulzbürg und Bachhausen zu finden. Gewinnt die Predigt, so verliert das Sakrament der Beichte an Bedeutung. Beichtstühle sucht man in protestantischen Kirchen vergebens. Gerade aber weil sich Johannes von Nepomuk weigerte, das Beichtgeheimnis zu brechen wurde er im Jahr 1393 auf Befehl des böhmischen Königs in der Moldau ertränkt. Auf katholischer Seite genoss dieser im Jahr 1729 kanonisierte Heilige ungeheuere Popularität, wie seine Skulpturen etwa in Holnstein und Velburg beweisen.
 

Rosenfriedhof Dietkirchen
 
Mönch vor Freystadt
 
Kirchenruine Gnadenberg,
ehem. Brigittenkloster
 
Wallfahrtskirche St. Sebastian, Breitenbrunn
Die seit 1623 zu den Besitzungen General Tillys
gehörende Kirche wurde von einem seiner
Nachfahren im Jahr 1702 erweitert.
 
     
 
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